
BOTANISCHER GARTEN LINZ
Geladener 1-stufiger Wettbewerb
Linz, Austria
Anerkennungspreis
in Kooperation mit studio blaugruen, Landschaftsarchitektur

Die verschiedenen Bereiche und Nutzungen des Botanischen Gartens werden entsprechend den zeitgenössischen Anforderungen und dem angestrebten organisatorischen Ablauf neu geordnet.
Ziel ist es, einen möglichst geringen Fußabdruck zu produzieren und die bereits versiegelten Flächen für den Neubau zu nutzen. Fokus liegt dabei auf der effizienten Umgestaltung des Bestandes sowie auf der Absicht, den Bezug zwischen Innenraum und Garten hervorzuheben bzw. neu zu denken.
Um die für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten wie Café, Veranstaltungs- und Seminarräume (Grüne Schule) sichtbarer zu machen, werden sie näher an das Eingangsbauwerk gerückt. Der Sozialtrakt wird in jene Räumlichkeiten verlegt, in denen sich aktuell die Grüne Schule befindet. Aufgrund des Platzbedarfs wird diese zur Roseggerstraße hin mit einem Anbau erweitert. Der Sozialbereich steht in Verbindung mit dem neuen Glashaus und der Werkstatt, die wiederum ihre Funktionalität in Richtung Maschinenhalle fortsetzen.
Ein wesentlicher Punkt dieser neuen räumlichen Aufteilung ist die Neugestaltung des Hofes im Kontext des Bestandsgebäudes. Hier wird an der Schnittstelle zur jetzigen Grünen Schule das neue Glashaus integriert, wodurch eine Separierung in den sog. Wirtschaftshof und den sog. „Veranstaltungshof“ entsteht.
Ein Teilabbruch des Bestandsgebäudes im Bereich der nördlich gelegenen Teiche offeriert den Besucher:innen einen Ausblick in den Botanischen Garten und lässt diesen in den Hof hinein fließen. Von der Mächtigkeit der dortigen Türkischen Zeder dominiert, orientiert sich die Hofgestaltung sowohl inhaltlich als auch räumlich an diesem Zukunfts- und Klimabaum.
Sämtliche Bestandsergänzungen (z.B: Erschließungsgänge) erfolgen auf der hofabgewandten Seite. Der Natur wird dadurch notwendiger Platz und Raum zurückgegeben.
Das Eingangsbauwerk nimmt das gartenarchitektonische Motiv der Pergola auf. Die Träger des Daches kragen sowohl zur Roseggerstraße als auch zum Formalgarten hin aus und generieren jeweils einen Vorbereich. Zur Roseggerstraße hin unterstützt ein integriertes Rankgeflecht die partielle Begrünung des auf seiner gesamten Länge transparent ausgeführten Bauteils. In der Eingangszone können Fassadenelemente sowohl straßen- als auch gartenseitig geöffnet werden.
Im Bestandsgebäude wird, um dem Veranstaltungsraum und der Grünen Schule die notwendige Großzügigkeit zu verleihen, der Dachstuhl geöffnet. Die bestehenden Fensteröffnungen werden an beiden Längsfassaden vergrößert. Im Westen wird eine Zugänglichkeit zum Hof geschaffen, östlich wird dem Bestand eine Gang vorgelagert, der an die Verglasung des Eingangsbauwerks anschließt, sich gegenüber dem Formalgarten jedoch zurücknimmt und den selben Abstand wie die gegenüberliegenden Glashausbauten wahrt.
Programm: Eingang Botanischer Garten, Vorplatz, Adaptierung und Erweiterung Veranstaltungs- und Sozialbereich für Kultur, Gastronomie und Bildung, Freizeit- und Freiräume, Gartenplanung;








